Zwangsstörungen

Wenn der Hang zur Kontrolle die Überhand gewinnt

Depressions-Symptome

 

Die Zwangsstörung zeigt sich in Form von Zwangsgedanken und offen sichtbaren oder gedanklichen Zwangshandlungen. Zwangsgedanken sind Ideen, Vorstellungen oder Impulse, die sich dem Betroffenen gegen seinen Willen aufdrängen und ihn stereotyp – das heißt immer wieder mit demselben Gedanken – beschäftigen. Diese Zwangsgedanken werden fast immer als sinnlos oder quälend erlebt, beschämen den Betroffenen und treten meist in Kombination auf. Diese Zwangserkrankungen verursachen beträchtlichen Leidensdruck: sie sind zeitraubend und beeinträchtigen den Alltag, die Berufsausübung, soziale Aktivitäten und Beziehungen zu anderen Menschen. Zudem sind sie häufig an andere Störungen gekoppelt, wie zum Beispiel depressive Störungen, Angststörungen und / oder Phobien.


Häufige Symptome von Zwangsstörungen

Grob lassen sich die Hauptsymptome in vier verschiedene Kategorien unterteilen:
 

  • Zwangsvorstellungen und -befürchtungen: z.B. die Vorstellung nie gut genug zu sein, oder die Angst einen geliebten Menschen zu verlieren
  • Aggressive Zwangsgedanken: z.B. die Angst jemanden zu verletzten – körperlich, verbal oder unter Umständen auch sexuelle Handlungen betreffend
  • Zwanghaftes Grübeln: Themen müssen wieder und wieder durchdacht werden und drängen sich ständig in den Vordergrund der Gedankenwelt
  • Ständiges Zweifeln
  • Zwanghafte (rituelle) Wiederholungen bestimmter Gedanken
  • Zählzwang

Zu den Zwangshandlungen gehören unter anderem:
 

  • Wasch- und Kontrollzwang
  • Berührzwang
  • Ordnungszwang
  • auch verbale Rituale können zwanghaft ausgeführt werden – respektives Wiederholen bestimmter Ausdrücke, Sätze oder Melodien

Obwohl man zwischen Zwangsgedanken und Zwangshandlungen bei der Symptomatik von Zwangsstörungen unterscheidet, treten diese meist in Kombination auf und als Ursachen kommen mannigfaltige Faktoren in Frage:
 

  • Ein gestörter Stoffwechsel bestimmter Botenstoffe
  • Versuche der Angstbewältigung
  • Genetisch bedingte Faktoren
  • Prägende Lebensereignisse und chronische Belastungen
  • Erziehungsstile

Treten mehrere Risikofaktoren gleichzeitig auf, können Betroffene ihre Alltagsbelastungen nicht mehr angemessen bewältigen und die Möglichkeit an einer Zwangsstörung zu erkranken steigt.

Je länger die Betroffenen mit einer Therapie warten, umso schwieriger wird die Behandlung einer Zwangsstörung.


Die Behandlung von Zwangsstörungen
in der Limes Schlossklinik Rostocker Land

Um unsere Patienten von wiederkehrenden Zwangsstörungen zu heilen, bieten die Limes Schlosskliniken schnelle und unkomplizierte Unterstützung und Therapiemöglichkeiten an.

In der Behandlung von Zwangsstörungen hat sich eine Kombination von Pharmakotherapie mit kognitiver Verhaltenstherapie als effektiv erwiesen. Besonders sinnvoll ist die Anwendung kognitiver Therapieverfahren, wenn Zwangsgedanken simultan mit folgenden Störungen auftreten:
 

  • Depression
  • Panikstörung
  • Soziale Phobie

Kernstück der Verhaltenstherapie stellt die Reizkonfrontation mit Reaktionsverhinderung dar. Dazu konfrontiert sich der Betroffene mit Situationen, die bei ihm Zwänge auslösen. Er lernt in diesen Situationen, dass es sich bei der ausgelösten Anspannung bzw. seinen Ängsten um eine körperliche Reaktion handelt, die sich auch ohne Ausübung der Zwänge schlussendlich reduziert. Durch wiederholte Konfrontation macht der Betroffene die Erfahrung, dass die Spannung zwar immer wieder ansteigt, aber ein Gewöhnungsprozess einsetzt und die Spannung so auch wieder abnimmt. Diese Maßnahme wird so oft wiederholt, bis die zwangsauslösende Situation ohne Probleme bewältigt werden kann. Ein solcher Umlernprozess hilft den Patienten bei erfolgreichem Therapieverlauf die Zwangsstörungen weitgehend zu lösen.

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