Trauma

 Posttraumatische Belastungsstörungen – Trauma – Traumafolge

Female driver causing an accident on the road

 

Kritische Lebensereignisse, traumatische Erfahrungen oder chronische psychische Belastungen können die Ursache oder der Auslöser für eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) sein. Erlebt man traumatische Situationen, können einen die Bilder noch Jahre später immer wieder verfolgen. Viele mögliche Situationen können traumatisch wirken: der plötzliche Tod eines Angehörigen, die Verwicklung in einen Unfall – als Betroffener oder Augenzeuge. Auch Ersthelfer bei schweren Verkehrsunfällen, Ärzte, Polizisten, Feuerwehrmänner oder Soldaten in Kriegsgebieten erleben bei ihren Einsätzen oft höchst traumatische Situationen, die eine starke psychische Belastung zur Folge haben.


Die unmittelbare Reaktion auf eine traumatisierende Situation

Die unmittelbare Reaktion auf eine besondere Belastungssituation wird häufig zunächst als Schock- oder Krisenzustand erlebt und zeichnet sich durch ein gemischtes und wechselndes Bild von emotionaler „Betäubung“, depressiven Symptomen, Angst, Verzweiflung, Ärger, Rückzug, Hyperaktivität und Verzerrungen von Realitäts- und Selbsterleben aus. Diese auslösenden Ereignisse haben in der Regel mit Tod, schweren Verletzungen oder massiven Bedrohungen der physischen Integrität zu tun. Dabei ist kein auftretendes Symptom längere Zeit vorherrschend; Symptome können rasch abklingen, wenn eine Entfernung aus der belastenden Umgebung möglich ist.

Wenn die Belastungen weiterbestehen oder sie naturgemäß nicht reversibel oder veränderbar sind, kann es zu anhaltenden emotionalen, kognitiven, physiologischen und verhaltensbezogenen Reaktionen und Veränderungen kommen.

Das syndromale Störungsbild ist geprägt durch sich aufdrängende, belastende Gedanken und Erinnerungen an das Trauma (Intrusionen) oder Erinnerungslücken (Bilder, Albträume, Flashbacks, partielle Amnesie), Übererregungssymptome (Schlafstörungen, Schreckhaftigkeit, vermehrte Reizbarkeit, Affektintoleranz, Konzentrationsstörungen), Vermeidungsverhalten und emotionaler Taubheit (allgemeiner Rückzug, Interessenverlust, innere Teilnahmslosigkeit).


Flashbacks und Erinnerungsattacken

Häufig werden Betroffene von Albträumen und Flashbacks geplagt, die meist durch sogenannte Trigger-Situationen hervorgerufen werden. Gerade dieses unfreiwillige erneute Durchleben – als körperliche oder gedankliche Wahrnehmung in Form von Schmerzreizen oder Erinnerungsbildern, können als langfristige Symptome alle wichtigen Lebensbereiche (privat oder beruflich) stark beeinträchtigen. Oft ist eine Chronifizierung der Symptome und damit die Ausprägung weiterer Störungen die Folge.

Häufig wird eine PTBS nicht richtig diagnostiziert, was unterschiedliche Ursachen haben kann. Einerseits haben Patienten oft große Schwierigkeiten, über das Erlebte zu berichten, wobei hier gleichermaßen Schamprobleme und Vermeidungstendenzen zu benennen sind, andererseits weisen Patienten Erinnerungslücken auf.


Begleiterkrankungen und Folgen einer posttraumatischen Belastungsstörung

Als Folge der Belastung und als Reaktion auf die damit verbundenen Symptome des Traumas treten besonders häufig folgende Begleiterkrankung einzeln oder auch in Kombination auf:
 

  • Suchterkrankungen
  • Depression
  • Angsterkrankungen
  • Dissoziative Störungen
  • Psychosomatische Beschwerden

Die Behandlung einer PTBS – oder Traumafolge in den Limes Schlosskliniken

Die Behandlung bei einer posttraumatischen Belastungsstörung muss immer individuell auf den Betroffenen und seine persönlichen Symptome zugeschnitten werden.

In der ersten Therapiephase steht neben der gründlichen Diagnostik die Stabilisierung des Betroffenen mit dem Aufbau von Skills zur Emotionsregulation und die Vorbereitung der Traumaarbeit im Vordergrund. Diese Vorbereitung besteht aus Psychoedukation und Informationsvermittlung bzgl. traumatypischer Symptome, dem Aufbau intra- und interpersonellen Ressourcen (imaginative Selbstberuhigung, soziales Netzwerk), Techniken bezogen auf die Symptomkontrolle (Distanzierungstechniken bzw. Vermittlung von Affektregulationstechniken im Sinne eine Skills-Trainings nach Bohus und Linehan).

Bei ausreichender Stabilität folgt darauf die traumafokussierte Konfrontation mittels unterschiedlicher Methoden (z.B. EMDR, Bildschirmtechnik, geführtes Nacherleben). Unterstützt wird die Therapie durch adjuvante stabilisierende Körper-und Kunsttherapien.

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